Hab ich den Artikel auf Digital-Web noch als verwirrte Äußerung der Autorin aufgefasst, lese ich das jetzt in den Blogs anerkannter deutscher Webentwickler. Und selbst Eric Meyer schlägt vor CSS-Inkompatibilitäten mit JavaScript zu lösen. Bitte was?! Jungs, das ist doch alles ein großer Witz, oder? Ihr wollt uns auf den Arm nehmen? Ein vorgezogener Aprilscherz?
Nur für den Fall, dass das:
<div class="table"></div>
wirklich ernst gemeint war, dann kommt demnächst auch:
<div class="h1"></div>
Ich fass es nicht. Was soll der Mist? Eigentlich sind Tabellen mit DIVs ja als würde man eine Krankheit mit einer anderen austauschen, das Markup wird genau so ein Wust, wie es einst mit Layouttabellen und teilweise heute noch in HTML-Newslettern Gang und Gebe war/ist. Toll das sowass zwar mit den neuen Browsern möglich ist, aber mehr als ein wenig Nostalgie kann das nicht sein. Riecht das nur nach Vermischung von Markup und Layout oder ist das tatsächlich so? “…” hier Meinung einfügen. Den selben Ansatz ein wenig verdreht bilden doch Gridlayouts, die in Zeiten von stark variierenden Displaygrößen eigentlich auch nicht wirklich praktikabel sind.
Eric Meyers Vorschlag die alten Browser mittels Javascript-”Beatmungsgerät” in einem künstl. Wachkoma zu halten klingt für mich zwar im ersten Augenblick verlockend, aber im zweiten irgendwie doch falsch. Da wird überall darauf geachtet das Webseiten für alles und jeden zugänglich sind und nun soll man User ohne Javascript aussperren? Zwar wird dieses Clientel zunehmend weniger, aber über kurz oder lang wird auch der IE6 und co. von alleine das zeitliche segnen. Am Ende tauscht man jene Zielgruppe die keine PNGs kennen und für die ein tolles Surf-erlebnis ein Fremdwort ist gegen eine andere Zielgruppe die kein Javascript aktiviert hat (haben darf) aus. Denkt man die Sache etwas weiter, bin ich der festen Überzeugung dass wir noch länger den Klotz am Knie haben der sich da IE6 schimpft wenn wir ihm noch all die Kunststückchen per JS beibringen, wo wir ihn doch eigentlich lieber schnell in den Käfig sperren würden. Ich höre schon die Spatzen von den Dächern pfeifen “na dann nehmen sie doch dieses Javascriptlösung, die geht doch auch” nur damit Lieschen Müller mit ihrem Uraltrechner auch noch das Theater anschauen kann.
Komische Welt, verdrehte Welt.

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