So wars beim BarcampBerlin3

BarCamp Berlin 3

Vorbei ist es. Leider. Gleich an erster Stelle ein dickes Dankeschön an alle.

Wir hatten ein tolles Wochenende in Berlin. Der anfängliche Gedanke, dass knapp 600 Leute zu viel für ein Barcamp sein könnten war binnen Minuten verschwunden. Allein wegen der tollen Twitterwall und der großzügigen Loungearea bei der T-com. Auch der Zeitplan ließ bei uns nie ein Gefühl der Hektik aufkommen wie es beim BarcampMitteldeutschland der Fall war. Gestärkt durch Sonntagmorgen-Kaffee, PureTee und GutenmorgenSaft von Walthers ging es nach etwas Kampf rund um den Sessionplan in die ersten Sessions am Samstag Vormittag.

Der Samstag

Obwohl Netvibes schon seit geraumer Zeit eine meiner morgendlichen Startseiten darstellt, wollte ich sehen was es so neues und spannendes gibt. Leider war die Session weder spannend noch neu und ein wenig mehr Elan und Begeisterung der eigenen Sache hätte der Vortragenden auch ganz gut getan. Hätte aber nicht gedacht dass netvibes doch so unbekannt in Deutschland ist, wo doch die Konkurrenten wie Pageflakes und iGoogle eigentlich keine wirkliche Alternative bilden.

Die 2. Session der Wahl behandelte “mobile startups”. Da wurde eine der kleinen Schwächen des Barcamps sichtbar. Denn die grössten Sessionräume waren in einer Halle durch “Messestellwände” getrennte Bereiche von denen einige Micros hatten andere widerum nicht. Einen klaren Ton zu verstehen war schier unmöglich, dazu kommt noch dass viele Sessions aufgrund des internationalen Charakters des Barcamps in Englisch gehalten wurden. Zur Session selber gibt es leider nicht viel zu sagen, da wir nicht viel verstanden haben, nur der Eindruck dass ein Apple-Fanboy gegen die Konkurrenz wetterte blieb hängen.

Das gleiche Akkustik-Problem machte eine wirkliche Diskussionsrunde in Philipps Social Media Session zu nichte. Der Versuch zusammen mit der AG Social Media hier etwas zu erreichen war somit Vergangenheit. Ein zweiter Anlauf wurde seitens der AG am Sonntag angegangen, dieser Session konnten wir leider nicht teilnehmen. Hier lässt sich jedoch herauslesen das bessere Ergebnisse erzielt werden konnten als in der eben genannten Session. Die Sessions am Samstag waren unserer Meinung nach sehr oberflächlich, was uns wieder einmal davon überzeugte das die Sonntagssessions qualitativ hochwertiger sind. Das nächste mal werden wir die “Qualitätsoffensive Sonntag” (@jkleske) voll und ganz auskosten.

Am Nachmittag haben Martin und ich in einem der “richtigen” Sessionräume Dirks Session zu CSS-Framworks besucht. Dirk hat seine erste Session auf englisch prima gemeistert und auch der niedrige Geräuschpegel war sehr angenehm. Wieder einmal konnten mehr Entwickler von den Vorteilen eines solchen Frameworks überzeugt werden. Weiter so!

Zum Schluß waren wir noch bei Nikolais Session “Drupal – An Introduction”. Drupal kennen wir nun schon länger aber auch die neue Version ist in unseren Augen viel zu kompliziert. Erst recht wenn man dabei an “Normal-Anwender” denkt. Man mag von Wordpress dabei halten was man mag. Aber in Sachen Usability gibt es nicht viel Vergleichbares. Martin erlebt selbst grad wie eher unbedarfte User Wordpress für sich entdecken. Man kann Drupal und WP so  nicht vergleichen, klar. Trotzdem könnte so manchem Projekt eine Usability-Offensive gut tun.

St. Oberholz

Am Abend gings zur “After-Show-Party” ins St. Oberholz. Als gefühlt einzigster ohne “Mobile Internet Thingy” kam man (Martin) sich zwar schon etwas komisch vor aber grad so kam man mit vielen ins Gespräch und hat wieder eine Menge spannende Unterhaltungen gehabt und neue Leute kennengelernt. Und auch mit der Masse an Leuten (vielleicht 500?) war das trotzdem ganz angenehm.

Sehr unterhaltsam an diesen Abend war auch das wellenschlagende Twitterthema: #beleidigung2.0 welches uns einige Lacher verschaffte. Wer sich die Wortspiele noch einmal ansehen möchte kann hier mal nachsehen.

Der Sonntag

Nach zu wenig Schlaf der durch guten Kaffee ausgeglichen wurde hatten wir nur noch Zeit für die erste Session am Sonntag. Entschieden haben wir uns für die “bleeper.de” Session, ein Microbloggingdienst auf Basis von Laconi.ca. Eine Wertung dieser Session lassen wir an dieser Stelle mal weg.

Es war also wieder einmal ein sehr angenehmes Barcamp und wir müssen noch einmal ein Lob an die Orga aussprechen. Das sehr breit aufgestellte Publikum bot interessante Gespräche, zwar weniger als erhofft, aber das mag wohl an der Weitläufigkeit der Location sowie der unglaublichen Anzahl von 600 Teilnehmern liegen, was eine private Atmosphäre wiederum erschwerte.

Ein paar Fotos von uns vom Barcampwochenende gibts bei Flickr. Alle Fotos mit #bcberlin3 gibts auch bei Flickr.

3 Kommentare zu “So wars beim BarcampBerlin3”


  1. 1 Fabio

    Danke für den interessanten Bericht und das positive Feedback an die Orga!

    Eine kleine Anmerkung sei mir gestattet. Es gab in der großen Halle mit den verschiedenen Sessionbereichen nirgends Mikrofone / Lautsprecher. Jedenfalls waren von unserer Seite keine installiert.

  2. 2 Matthias

    Die Mikros waren nur für die Videoaufnahmen gedacht, habe ich mir sagen lassen. War aber auch ohne einfach zu laut.

  3. 3 Knut O.E. Pankrath

    Danke für den gelungegnen flickrigen Fotobeweis, dass meine Tochter mit mir auf dem Barcamp waren. (Kids Corner)

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