Ebay & IBM mit überraschend guten Zahlen

Viele Zeichen deuten in den USA auf baldige Rezession hin.
Bei US-Technologieunternehmen ist davon aber aktuell keinerlei Spur. Technologieriese IBM und das Online-Auktionshaus Ebay veröffentlichten gestern überraschend gute Zahlen für das erste Quartal 2008. Der Wechsel in der Chefetage und das neue Gebührenmodell machen sich allen Anschein nach bezahlt bei Ebay.
IBM hat im schwachen Dollar einen Verbündeten. Der wahre Wachstumstreiber der Konzerne liegt nämlich im Ausland. Nach dem erfolgreichen ersten Quartal wurden auch die Prognosen für das Gesamtjahr angehoben. Ebay steigerte den Umsatz deutlich um 24 Prozent auf stolze 2,2 Milliarden Dollar.
Dank eines starken internationalen Geschäfts erziehlte auch IBM ähnlich starke Ergebnisse. Unter dem Strich verdiente der Computer-und IT-Riese 2,3 Milliarden Dollar und damit gut ein Viertel mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar (15,4 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen gestern am Firmensitz in Armonk (US-Bundesstaat New York) mit.
Ebay erwirtschaftet mehr als die Hälfte aller Umsätze außerhalb des US-Marktes und wächst dort fast doppelt so stark. Nach den USA ist Deutschland hier der zweitgrößte Markt mit ca. 14,5 Millionen Mitgliedern. Dank des neuen Gebührenmodells stieg die Zahl der eingestellten Artikel um 10 Prozent seit Anfang diesen Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal.
IBM hingegen spielt ein externes Kriterium in die Hände. Der schwache Dollar.
So stieg dank der Wechselkurseffekte der Umsatz des Konzerns, der bereits zwei Drittel der Einnahmen fern der Heimat erziehlt, um elf statt nur um vier Prozent. Die guten Zahlen lassen also einen Lichtblick zu und die Abschwächung ist für die Branche vieleicht ein kleinerer Schrecken als uns das Schreckgespenst das Wort “Rezession” im allgemeinen einjagt…

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