Eigentlich bin ich den Machern hinter Wordpress wohlgesonnen, aber mit dem Relaunch der wordpress.org Seite verdienen sie sich leider keine Lorbeeren. Das Design ist zeitgemäß, haut mich jetzt aber nicht direkt vom Hocker, ist aber an das neue Look and Feel des WP-Backends angepasst. Jedenfalls besser als das alte, das ist klar. Da die neue Seite Styles verwendet die nur der Mozilla interpretieren kann “-moz-border-radius-bottomleft” etc., habe ich mir die Seite mal in den Internet Explorern angeschaut, nur um zu sehen ob die abgerundeten Ecken da auch (mit anderen Techniken) umgesetzt wurden.
Nur fiel mein Augenmerk nicht auf die Ecken und Kanten, vielmehr stimmt die Positionierung einiger Elemente im Header nicht so ganz überein, um nicht zu sagen sie ist fehlerhaft. Am schlimmsten ist das Ergebnis im allseits beliebten IE6. Da hat sich der Herr und Meister der Stylesheets wohl ordentlich vergriffen. Zumal ich es wirklich schade finde, das man PNGs auf den Seiten verwendet diese aber nicht für die Darstellung im IE6 optimiert hat.
Ich glaube die Headline mit ” …with a focus on aesthetics, web standards, and usability. …” sollte man in Bezug auf die Nutzung von Webstandards und der neuen Website evtl. noch einmal überdenken.
Bilder:
Firefox: Flickr
IE7: Flickr
IE6: Flickr
Stein des Anstoßes war eine kleine Diskussion via ICQ mit einem Bekannten der mich um Hilfe zwecks CSS gefragt hatte. In diesem Zusammenhang fiel der Satz:
“…das opfere ich mal der Geschwindigkeit…”
Gemeint war nicht etwa die Geschwindigkeit des Webservers oder ähnliches. Nein. Vielmehr wurde im Stylesheet aber wohl auch im Markup eine Kleinigkeit weggelassen oder gar mutwillig übersehen, nur um mit dem späteren Ergebnis vielleicht eine halbe Stunde eher fertig zu sein.
Gut Einzelfall mag man meinen. Ich sehe das anders. Viele Seiten die ich mir täglich so anschaue, und darunter zähle ich meine Seiten natürlich auch teilweise, werden aufgrund des hohen Zeitdrucks einfach nur dahin programmiert geschludert, nur damit diese gerade so noch funktioniert oder es den Anschein hätte als würde sie es. Ich finde das erschreckend. Da redet man einerseits in vielen Agenturen von Usability und so weiter und so fort, aber diese funktioniert oft gar nicht so wie es sich der Kunde bzw. der Endverbraucher im Netz wünscht. Ist denn Qualität so ein hoher Preis der zu zahlen ist für die Agenturen? Ich behaupte viele Kunden würden den einen oder anderen Euro mehr schon ausgeben, um eine wirklich von vorn bis hinten durchdachte Website ihr Eigen nennen zu dürfen, und da ziele ich mehr auf die Programmierung als auf das Screendesign oder das Konzept ab. Dabei ist nicht nur die Validierung der Seiten das Ende der Fahnenstange, sondern vielmehr auch sinnvolles Markup (Semantik) oder auch sinnvoll angelegte Klassen und Funktionen im Backend der Seite.
Stellt sich mir die Frage, und die gebe ich auch gerne an euch weiter, was müsste getan werden, dass in diesem Punkt ein Umdenken auch innerhalb der Agenturen stattfindet? Ich bin der festen Überzeugung das schon die eine oder andere Stunde mehr ein wesentlich besseres und hochwertiges Endprodukt zur Folge hätte.

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